60er Film

Hello, hier spricht Edgar Wallace...

 

 

Da auf Fiktion basierende, deutsche Kriminalfilme in den Fünfzigern schlecht besucht waren, war der erste Film der Reihe ein Wagnis, welches jedoch zum Überraschungserfolg geriet.

 

Bezüglich der Zuschauerzahlen wurde "der Frosch" von den 37 (!) Wallace-Verfilmungen, die bis 1972 folgen sollten, noch zweimal erreicht und dreimal getoppt (s. Tabelle).

 

Die vorwiegend von der Rialto Film produzierten Streifen waren durchwegs Kassenerfolge, die (von zwei weniger bekannten Ausreißern abgesehen) ausschließlich siebenstellige Besucherzahlen verbuchen konnten.

 

Der Erfolgsknick, der sich irgendwann fast zwangsläufig einstellen musste, fällt bei dieser Filmreihe ungefähr mit dem Wechsel von Schwarzweiß- auf Farbfilm zusammen. So konnte nur die erste Farbproduktion noch die 2-Mio.-Marke knacken (als wären die Wallace-Fans nur aus Gewohnheit auch in diesen Film gegangen), danach flaute der Erfolg deutlich ab.

 

Konnten die Schwarzweißfilme im Mittel noch 2,27 Mio. Besucher in die Kinos locken, so sank dieser Wert bei den Farbfilmen auf 1,37 Mio. So kommt es, dass wir die Schwarzweiß-Streifen heute als „die Guten“ in Erinnerung haben - für echte Sechziger-Freaks ohnehin kein Wunder .

 

Die - selten wohlüberlegten – Versuche, die Wallace-Reihe zeitgemäß zu halten gerieten oft eher zur unfreiwilligen Komik. Der Gorilla von Soho z. B. ist nur ein Remake von "Die toten Augen von London". Auch wenn Personen und Einrichtungen geändert wurden: einige Dialoge wurden 1:1 übernommen. Schlimmer noch: die Figuren (aber z. B. auch das Geschehen im Nightclub) sind derart verkitscht gezeichnet, dass man sich an den Kopf fasst!

 

Sollten diese Zeilen also (wider Erwarten) von Leuten gelesen werden, die die Wallace-Filme noch nicht kennen, meine klare Empfehlung: meidet die Farbfilme!

 

Die Besetzung mit bewährten Schauspielern in ähnlichen Rollen war typisch für die Edgar-Wallace-Verfilmungen. Zu den treuesten Darstellern zählten Eddi Arent (23 Filme), Klaus Kinski & Siegfried Schürenberg (je 16 Filme) Joachim Fuchsberger (13 Filme), Heinz Drache (8 Filme), Fritz Rasp (7 Filme), Harry Wüstenhagen (6 Filme), Karin Dor & Pinkas Braun (je 5 Filme), Hubert von Meyerinck & Siegfried Lowitz (je 4 Filme).

 

James Bond (Agent 007) ist ein von Ian Fleming (zeitweise selbst beim Marine-Nachrichtendienst) erfundener Geheimagent, der für den MI6 arbeitet und 1953 im Roman Casino Royale den ersten Auftritt hatte.

 

Fleming schrieb bis zu seinem Tod im Jahr 1964 zwölf Romane und mehrere Kurzgeschichten um Bond, die alle zwischen 1951 und 1964 spielen. Somit wurden sämtliche auf Fleming basierenden Filme an die jeweils aktuelle Zeit angepasst. Nachdem alle Bond-Romane Flemings verfilmt oder zumindest Teile oder der Titel übernommen worden waren, schrieben andere Autoren die Vorlagen für die Drehbücher.

 

In den Sechzigern sah es kurz so aus, als wäre die Reihe nach dem Ausstieg des Ur-Bond Sean Connery zum Abstieg verurteilt. Sein Nachfolger, der glücklose Australier George Lazenby wurde zunächst über Gebühr geschmäht, später jedoch rehabilitiert. Inzwischen gilt sein (einziger) Film als einer der besseren Bonds; kommerziell toppt er sogar den Durchschnittswert der Roger-Moore-Filme.

Die James-Bond-Reihe hat bekanntlich bis heute überlebt (inzwischen Film # 24), ohne im Erfolg nachzulassen. Welche andere Filmreihe kann von sich behaupten, sechs Jahrzehnte hindurch erfolgreich gewesen zu sein?

 

In einer Studie aus 2011 war (Inflationsbereinigt) Sean Connery mit einem durchschnittlichen Bruttoerlös (Einspielergebnis abzüglich Produktionskosten) von 629 Millionen US-Dollar pro Film der erfolgreichste Bond-Darsteller. Ihm folgen Daniel Craig mit umgerechnet 591, George Lazenby mit 496, Roger Moore mit 488, Pierce Brosnan mit 378 und als Schlusslicht Timothy Dalton mit 264 Millionen US-Dollar pro Film.

Italowestern

(auch Spaghettiwestern)

 

In europäischen Produktionen der frühen 60er zeichnet sich diese Variation des US-Westerns bereits ab. Bald dominieren italienische Produktionen und werden namensgebend.

 

Eine italienische Fanseite listet erste Filme in 1963 auf - darunter sogar (welche Ehre !) ein Werk von Jürgen Roland: Flußpiraten vom Mississippi.

 

Italowestern waren jahrelang große Kassenerfolge, an deren Blütezeit auch zahlreiche Low-Budget-Filme partizipierten.

 

Berühmteste Regisseure des Genres waren Sergio Corbucci und Sergio Leone. Unvergessen ist die Filmmusik von Ennio Morricone.

 

 

An die Stelle moralisierender und traditioneller (US-) Western-Motive wie Aufrichtigkeit, Anständigkeit und Altruismus setzte der Italowestern (häufig in schmutzig-schäbiger Kulisse) Antihelden, die gegen bürgerliche Konventionen und Verhaltensnormen rebellieren.

 

Häufiges Motiv ist die Darstellung exzessiver Gewalt zu bloßem Sensationszweck; das naiv Fantastische mit unterhaltenden Effekten und neuartigen Erzählweisen, bleibt dabei stets ein Stilmerkmal.

 

Die Helden der Italowestern sind quasi ein Abgesang auf die US-Vorbilder, sowohl als späte Protagonisten der Filmhandlungen als auch im Abschied von der klassischen Western-Ära.

 

Quasi als Nebenprodukt entstanden Persiflagen auf den Italowestern, mit denen zu­vor­derst das Duo Bud Spencer und Terence Hill den Grundstein seiner Erfolgsstory legte. Ihre drei ersten Filme fallen noch in die 60er: 1967: Gott vergibt… Django nie! (auch: "... – wir beide nie!"); 1968: Vier für ein Ave Maria; 1969: Hügel der blutigen Stiefel.

 

Yesterday - die Seite für Fans der 60er Jahre

Kino

der 60er

Große Kinoerfolge

Populäre Filmreihen

Gleichzeitig mit den Edgar-Wallace-Filmen der 1960er-Jahre wurde auch Doktor Mabuse wieder für den Film entdeckt. Von 1960 bis 1964 entstanden sechs neue Schwarzweiß-Mabuse-Filme, die aber nur noch Wert auf den Kriminal-Aspekt legten und kaum noch sozialkritische Aspekte aufwiesen.

 

Die Filme wurden durch bekannte nationale und internationale Darsteller bereichert, darunter Lex Barker, Gert Fröbe, Peter van Eyck, Wolfgang Völz, Werner Peters, Rudolf Fernau, Siegfried Lowitz, Karin Dor, Daliah Lavi, Klaus Kinski, O. E. Hasse, Leon Askin und nicht zuletzt Wolfgang Preiss, der in allen sechs Filmen der 60er Jahre Dr. Mabuse spielte.

Die 1000 Augen des Dr. Mabuse ist ein Kriminalfilm, der 1960 in West-Berlin gedreht wurde. Dieser letzte Film des Regisseurs Fritz Lang (!) war die Fortsetzung der beiden von ihm geschaffenen Dr.-Mabuse-Filme aus den 1920er und 1930er Jahren, wurde jedoch als schwächer angesehen als diese.

 

 

 

 

Mit "Der Schatz im Silbersee" (1962, Regie: Harald Reinl) begannen die 60er-Jahre-Verfilmungen von insgesamt 16 Karl-May-Romanen - 11 davon Winnetou-Filme (in der Liste weiß unterlegt).

 

Nach dem überwältigenden Erfolg dieses Kino-Streifens entstand eine Filmreihe, die in einem regelrechten Karl-May-Hype gipfelte; von Anbeginn wurde die Reihe in Farbe produziert.

 

Überwiegend wurden die Filme mit der damals jugoslawischen Jadran-Film co-produziert, und auch die meisten Drehorte wurden in Kroatien (damals Teil Jugoslawiens) gefunden. Nicht nur die dortigen Gebirgslandschaften mit den weißen Kalkfelsen und den kräftig-grünen Wiesen waren charakteristisch für die Serie, auch die eindrucksvollen Seenlandschaften boten ein ideales Terrain zur filmischen Umsetzung. Unter anderem drehte man in dem mittlerweile berühmten Nationalpark Plitvicer Seen, in dem neben Wölfen auch noch wilde Braunbären beheimatet sind. Vielen Zuschauern ist der älteste Nationalpark Kroatiens und des ehemaligen Jugoslawien auch heute noch in erster Linie durch diese Filme bekannt.

 

Fast alle Romanvorlagen wurden nur in starker Bearbeitung im Film umgesetzt, teilweise wurden sogar nur die Namen von Figuren für einen Film verwendet, ohne konkrete Romanvorlage. So war im Buch Der Schatz im Silbersee eigentlich Old Firehand der Hauptdarsteller, im Film war es Old Shatterhand. Die Filme Old Shatterhand (1964) und Winnetou und sein Freund Old Firehand (1966) basieren nicht auf Romanen oder Erzählungen von Karl May, die Handlung ist vollständig vom Drehbuchautor erfunden.

Neue Strömungen

 

 

Nouvelle Vague (französisch für Neue Welle)

 

In den späten 50er Jahren entstand in Frankreich eine Bewegung junger Regisseure mit Erfahrung als Filmkritiker, die sich gegen die eingefahrene Bildsprache und den vorhersagbaren Erzählfluss des etablierten kommerziellen Kinos wandte.

 

Der von François Truffaut für die Filmzeitschrift „Cahiers du Cinéma" formulierte Satz: „Der Film von morgen wird ein Akt der Liebe sein",wurde zum Leitmotiv der Nouvelle Vague. In deren Namen fand, die wohl wichtigste Bewegung der europäischen Filmgeschichte statt.

 

Die Bewegung wandte sich vor allem gegen Drehbuchschreiber, die uninspiriert Romanvorlagen adaptieren, ohne selbst einen Bezug zum Kino zu haben. Die grundlegende Idee war, dass nicht die Schriftsteller, sondern die "Männer des Kinos" das Wesentliche eines Films, bzw. was verfilmbar ist und was nicht, bestimmen sollten. Mit der charakteristischen Handschrift des Regisseurs sollten die Filme persönlicher und individueller werden und dabei aus dem Schatten der Literatur heraustreten.

 

 

Durch die Entwicklung neuer leichterer Kameras und lichtempfindlicheren Filmmaterials war es den Filmemachern erstmals möglich, ohne künstliches Licht zu drehen und außerhalb der Filmstudios mit der Handkamera zu arbeiten.

 

Die Regisseure engagierten vor allem junge unbekannte Schauspieler und weniger die etablierten Filmstars. Die Filmmusik spielte eine wichtige Rolle, ebenso wie neue Filmtechniken und Erzählstile. Es entstand der Essayfilm.

 

 

 

Die beste Zeit der Nouvelle Vague endete Mitte der 60er, wobei man darüber streiten kann, wann die Bewegung gänzlich endete. Die entwickelten Effekte und Erzähltechniken werden noch heute, auch in kommerziellen Filmen und der Werbung, verwendet.

Neuer Deutscher Film

 

Die 1960er Jahre brachten den großen Umbruch im deutschen Kino. Eine junge Generation von Filmemachern betrat die Bühne - Der Neue Deutsche Film (auch Junger Deutscher Film, abgekürzt JDF) war geboren. Als dessen Geburtsstunde gilt das am 28. Februar 1962 veröffentlichte Oberhausener Manifest, in dem eine Gruppe junger Filmemacher den Anspruch erhob, von nun an ein radikal neues Kino zu machen.

 

Da der kommerzielle Film in den 1960er Jahren - sowohl künstlerisch als auch wirtschaftlich - in eine Krise geraten war, konnte eine junge Generation von Filmemachern mit ihren Arbeiten Fuß fassen. Regisseure wie Rainer Werner Fassbinder, Volker Schlöndorff, Werner Herzog, Hans-Jürgen Syberberg, Alexander Kluge und Wim Wenders prägten den Begriff des Neuen Deutschen Films.

 

Inspiriert von der Idee des Autorenfilms der Nouvelle Vague (s. o.) und von der Studentenbewegung beeinflusst schrieben

viele Regisseure nun ihre Drehbücher selbst, und versuchten, mit einer neuen Bildersprache, den alten, konventionellen Film abzulösen. In Abgrenzung zum reinen Unterhaltungsfilm war die Arbeit der Filmemacher von Gesellschafts- und politischer Kritik getragen.

 

Das Private ist politisch – unter diesem Motto standen die Themen des Neuen Deutschen Films; sie stammten vorwiegend aus dem Alltag, man erzählte Geschichten von Durchschnittsmenschen oder beschrieb Partnerschaftsprobleme. Der Film solle nicht unterhalten, sondern Denkanstöße für den Zuschauer geben. Sexualität wurde offen thematisiert. Schauspieler waren nicht mehr nur Schönlinge, sie wurden als Gesichter mit Charakter gezeigt. Man verzichtete auf technische Vollkommenheit und arbeitete oft mit Laiendarstellern.

 

Als Autorenfilme wurden die Produktionen meist unabhängig von großen Filmstudios realisiert. Am 1. Februar 1965 wurde das Kuratorium junger deutscher Film e.V. gegründet, das mit Unterstützung des Bundesinnenministeriums zahlreiche junge deutsche Filme mit Krediten unterstützte. Am 1. Januar 1968 trat das neue Filmförderungsgesetz in Kraft und die Filmförderungsanstalt (FFA) wurde in West-Berlin gegründet.

 

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